
Die Sole-Wasser-Wärmepumpe ist eine innovative Heizlösung, die sich zunehmend in modernen Gebäuden etabliert. Sie nutzt die natürliche Wärme des Erdreichs, um sowohl Heiz- als auch Kühlbedarfe zu decken. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige über die Funktionsweise, die verschiedenen Typen, die Vor- und Nachteile sowie die Planung und Installation einer Sole-Wasser-Wärmepumpe.
Funktionsweise der Sole-Wasser-Wärmepumpe
Die Sole-Wasser-Wärmepumpe funktioniert nach dem Prinzip der thermischen Energiegewinnung aus dem Erdreich. Dabei wird eine spezielle Flüssigkeit, die Sole, durch unterirdische Rohre geleitet. Diese Flüssigkeit nimmt die Wärme aus dem Boden auf und transportiert sie zur Wärmepumpe im Gebäude.
Der Kältekreislauf
Der Kältekreislauf ist das Herzstück der Wärmepumpe. Hierbei wird die aufgenommene Wärme genutzt, um ein Kältemittel zu verdampfen. Dieses Kältemittel hat einen niedrigen Siedepunkt und wird durch einen Verdichter komprimiert, wodurch seine Temperatur steigt. Anschliessend gibt das Kältemittel die Wärme an das Heizsystem ab und kondensiert dabei. Der gesamte Prozess wiederholt sich kontinuierlich.
Komponenten der Wärmepumpe
Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe besteht aus mehreren wichtigen Komponenten:
- Verdampfer: Hier wird die Wärme von der Sole auf das Kältemittel übertragen.
- Verdichter: Er komprimiert das Kältemittel und erhöht dessen Temperatur.
- Kondensator: Gibt die Wärme an das Heizsystem ab.
- Expansionsventil: Senkt den Druck des Kältemittels, bevor es erneut in den Verdampfer gelangt.
Typen von Sole-Wasser-Wärmepumpen
Es gibt verschiedene Arten von Sole-Wasser-Wärmepumpen, die sich in ihrer Installation und Funktionsweise unterscheiden.
Erdwärmepumpen mit Erdsonden
Diese Art der Wärmepumpe nutzt vertikal in den Boden eingelassene Sonden. Sie sind besonders platzsparend, da sie nur eine geringe Fläche benötigen. Die Bohrungen reichen in der Regel von 100 bis 300 Metern in die Tiefe, abhängig von den spezifischen Anforderungen des Gebäudes.
Flächenkollektoren
Flächenkollektoren werden horizontal im Erdreich verlegt und benötigen eine grössere Fläche als Erdsonden. Für eine Wohnfläche von 200 Quadratmetern sind etwa 400 Quadratmeter Gartenfläche erforderlich. Diese Methode ist kostengünstiger, erfordert jedoch mehr Platz.
Ringgrabenkollektoren
Diese Kollektoren werden in einem Graben um das Gebäude verlegt. Sie sind eine gute Option für Grundstücke mit begrenztem Platz, da sie weniger tief eingegraben werden müssen. Die Länge des Grabens hängt vom Wärmebedarf ab.

Vorteile der Sole-Wasser-Wärmepumpe
Die Sole-Wasser-Wärmepumpe bietet zahlreiche Vorteile, die sie zu einer attraktiven Heizlösung machen.
Umweltfreundlichkeit
Da die Wärmepumpe erneuerbare Energie aus dem Erdreich nutzt, verursacht sie keine CO2-Emissionen. Dies trägt zur Reduzierung des ökologischen Fussabdrucks bei. Genaueres lesen Sie hier: https://www.waermepumpe.de/waermepumpe/darum-waermepumpe/#:~:text=W%C3%A4rmepumpen%20verursachen%20keine%20CO2%2DEmissionen,dieser%20wird%20zunehmend%20umweltfreundlich%20erzeugt.
Geringe Betriebskosten
Die Betriebskosten sind im Vergleich zu herkömmlichen Heizsystemen relativ niedrig. Die hohe Effizienz der Wärmepumpe sorgt dafür, dass weniger Energie benötigt wird, um die gewünschte Wärme zu erzeugen.
Vielseitigkeit
Sole-Wasser-Wärmepumpen können sowohl zum Heizen als auch zum Kühlen verwendet werden. Im Sommer kann die Wärmepumpe umgekehrt betrieben werden, um die Räume angenehm kühl zu halten.
Nachteile der Sole-Wasser-Wärmepumpe
Trotz ihrer vielen Vorteile gibt es auch einige Nachteile, die bei der Entscheidung für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe berücksichtigt werden sollten.
Hohe Anschaffungskosten
Die initialen Investitionskosten für die Installation einer Sole-Wasser-Wärmepumpe können hoch sein, insbesondere bei Erdsonden, die tief in den Boden gebohrt werden müssen.
Genehmigungen
In vielen Regionen sind Genehmigungen erforderlich, um eine Sole-Wasser-Wärmepumpe zu installieren. Dies kann den Prozess verlängern und zusätzliche Kosten verursachen.
Platzbedarf
Je nach Art der Wärmepumpe kann ein erheblicher Platzbedarf bestehen. Flächenkollektoren benötigen viel Gartenfläche, während Erdsonden tief in den Boden gebohrt werden müssen.
Planung einer Sole-Wasser-Wärmepumpe
Die Planung ist ein entscheidender Schritt, um sicherzustellen, dass die Wärmepumpe effizient arbeitet und den Wärmebedarf des Gebäudes deckt.
Bedarfsanalyse
Zunächst sollte der Wärmebedarf des Gebäudes ermittelt werden. Dies kann durch eine professionelle Energieberatung erfolgen. Faktoren wie die Grösse des Gebäudes, die Isolierung und die Anzahl der Bewohner spielen eine wichtige Rolle.
Standortwahl
Der Standort für die Installation der Wärmepumpe muss sorgfältig ausgewählt werden. Ein Bodengutachten kann helfen, die Bodenbeschaffenheit zu überprüfen und sicherzustellen, dass das Grundstück für die Installation geeignet ist.
Genehmigungen einholen
Bevor mit der Installation begonnen werden kann, müssen alle erforderlichen Genehmigungen eingeholt werden. Dies kann je nach Region unterschiedlich sein und sollte frühzeitig in die Planung einbezogen werden.
Installation der Sole-Wasser-Wärmepumpe
Die Installation sollte von qualifizierten Fachleuten durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass alle Komponenten korrekt installiert sind und die Wärmepumpe effizient arbeitet.
Vorbereitung des Grundstücks
Vor der Installation müssen möglicherweise Erdarbeiten durchgeführt werden, um Platz für die Kollektoren oder Sonden zu schaffen. Dies kann je nach Art der Wärmepumpe variieren.
Montage der Komponenten
Die einzelnen Komponenten der Wärmepumpe müssen sorgfältig montiert und miteinander verbunden werden. Dies umfasst die Installation des Verdampfers, Verdichters und der Kollektoren oder Sonden.
Inbetriebnahme und Wartung
Nach der Installation sollte die Wärmepumpe in Betrieb genommen und regelmässig gewartet werden, um ihre Effizienz und Lebensdauer zu gewährleisten. Eine jährliche Wartung ist empfehlenswert.
Kosten und Fördermöglichkeiten
Die Kosten für die Installation einer Sole-Wasser-Wärmepumpe können variieren, abhängig von der Art der Wärmepumpe und den spezifischen Anforderungen des Gebäudes.
Anschaffungskosten
Die Anschaffungskosten für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe liegen in der Regel zwischen 15.000 und 25.000 CHF. Dies umfasst die Kosten für die Wärmepumpe selbst sowie die Installation.

Betriebskosten
Die jährlichen Betriebskosten sind in der Regel niedriger als bei herkömmlichen Heizsystemen. Die genaue Höhe hängt vom Energiebedarf des Gebäudes und der Effizienz der Wärmepumpe ab.
Fördermöglichkeiten
In vielen Regionen gibt es Förderprogramme, die die Anschaffungskosten für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe reduzieren können. Diese können von staatlichen Stellen oder Energieversorgern angeboten werden. Mehr lesen Sie hier: https://www.bfe.admin.ch/bfe/de/home/forschung-und-cleantech/forschungsprogramme/waermepumpen-und-kaeltetechnik.html
Fazit
Die Sole-Wasser-Wärmepumpe ist eine umweltfreundliche und effiziente Heizlösung, die sich sowohl für Neubauten als auch für Sanierungsprojekte eignet. Trotz der höheren Anschaffungskosten und des Platzbedarfs überwiegen die Vorteile, insbesondere die geringen Betriebskosten und die Vielseitigkeit. Eine sorgfältige Planung und Installation sind entscheidend, um die Vorteile dieser Technologie optimal zu nutzen. Wenn Sie über die Installation einer Sole-Wasser-Wärmepumpe nachdenken, sollten Sie sich von Fachleuten beraten lassen, um die beste Lösung für Ihre individuellen Bedürfnisse zu finden.